GESCHICHTE
Während seiner
"indischen Fahrt" segelte Pedro Álvares Cabral im Jahre 1500 mit seiner Flotte auf dem weg von Porto Seguro nach Norden
an einen riesigen Bucht mit rund 100 Inseln vorbei.
Drei Jahre später trug Amerigo Vespucci, unterwegs im Dienste des portugiesischen Königs, die Bucht in die Seekarten
ein und gab ihr den Namen des Tages : "Allerheiligenbucht".
Tomé de Souza von
Portugals König João III zum Generalgouverneur der Kolonie Brasilien ernannt, gründete 1549 am Eingang der Bucht die erste Hauptstadt :
São Salvador da Bahia de Todos os Santos.
Mit dicken Mauern wurde der Sitz der Kolonialverwaltung nicht nur vor Angriffen französischer und holländischer Invasoren, sondern auch
der Indianerstämme gesichert.
steile Wege und Treppen führten von der Cidade Alta hinunter zum Hafen der Cidade Baixa, die
sich mit Lagerhallen und Handelskontoren auf dem schmalen Standstreifen ausbreitete.
Bis Salvador 1763 von Rio als Hauptstadt abgelöst wurde, brachten Schiffe fast 5 Mio. Afrikaner an die Küste und legten mit Tabak und Zucker beladen wieder ab.
Von Familien und Stammesverbänden getrennt, mussten die Sklaven in den aufstrebenden
Zuckerrohrplantagen des Hinterlandes schuften,
da sich die einheimischen Indianer für diese schwere Arbeit als nicht als nicht widerstandsfähig genug erwiesen hatten.
Der Aufschwung der Stadt schlug sich in einer regen Bautätigkeit nieder : Die Missionsorden der Jesuiten, Franziskaner, Karmeliter und
Benediktiner errichteten prunkvolle Kirchen und
Klöster
im Barockstil.
Rund um den Largo do Pelourinho, auf dem der Pranger für die Sklaven stand, bauten die Kolonialherren selbst prächtige Wohnhäuser.
Als sich Ende des 18. Jhr. Pest und Gelbfieber in den schmalen Gassen ausbreiteten, zogen die reichen Familien in südlichere Viertel. Der Pelourinho wurde Wohnquartier der Handwerker, Händler und Arbeiter, Adresse von Bordellen und Kneipen.